|
Der DJ Gärtner der Lüste
ist - als Initiator des gesamten Globalista/globalibre-Projekts - ebenfalls ein Resident und bekannt dafür „die Meute immer zum Kochen zu bringen“. Neben den Globalistapartys sorgt er auch als langjähriger Resident-DJ des Bochumer Bahnhof Langendreer oder auf ausgefallenen Nächten, wie im Essener Folkwang-Museum, für schweißtreibende, aber durchaus auch loungige Sounds. Die Gärtner der Lüste-Sets sind ganz bewußt wilde Mischungen aus Altem und Neuem, Exotischem und Bekanntem, Up und Down-Tempos. Der Name ist von Hieronymus Boschs üppigem Triptychon „Der Garten der Lüste“ inspiriert, ein Bild, das den DJ stark in seinen Bann zog und vor knapp zehn Jahren zum Titel einer erfolgreichen Partyreihe im Ruhrgebiet wurde. Ein Garten, in dem alle möglichen Künste zu Hause sind und es immer wieder neue Früchte zu ernten gibt. „Musik muß was Üppiges haben. Sie muß Lust machen zu kosten und Genüsse bieten. Und der Gärtner ist derjenige, der für die optimalen Bedingungen sorgt. Der harkt eben, schüttet hier und da mal’n Wässerchen und macht sich so seine Gedanken.“ Der DJ Gärtner der Lüste (Ralf Ilgner), geboren 1966 in Viersen, ist seit 1990 Resident-DJ des Bochumer Clubs Bahnhof Langendreer. Sein Musikrepertoire ist nach Vornamen sortiert mit genauer Buchführung über Tanzbarkeit, Interpreten, Länge und Stile der einzelnen Tracks. Dieser Sorgfalt verdankt er auch sein „Parallel-Dasein“ als Musikredakteur beim WDR (WDR 5, 4 Jahre Aufbauarbeit bei Funkhaus Europa). Unter anderem initiierte und betreute er die Funkhaus Europa-Worldbeat-Partyreihe Globalista, die sich Ende 2003 zu Globalibre weiterentwickelt: „Globalibre ist ein schöner Ansatz, weil er mir als DJ das halbe Universum - jenseits der kommerziellen Langeweile - ermöglicht. Hiphop mit polnischen Raps, House aus Angola, alle Spielarten des Reggae, alles Elektronische, das irgendwie Einfluß auf die klassischen Weltmusikschienen hat, ist mit dabei.“ Konzeptionell zeichnen sich Gärtner-der-Lüste-Sets durch ein „historisch-pädagogisches“ Augenzwinkern und unbedingte Tanzbarkeit aus: eine wilde Mischung aus Altem und Neuem, quer durch die Stile und Sounds. „Manchmal schaff ich es, bei fünf Stücken vier Genres aus drei Jahrzehnten und vier Kontinenten unterzubringen. Und trotzdem fließt das Set unangestrengt und macht Spaß beim Tanzen. Ich arbeite für gute Musik und gegen musikalisches Fastfood.“ Musikprofil: -legt grundsätzlich alles auf, was „schwarz“ genug ist, am liebsten in wilder Mischung -Abende mit speziellen Musikrichtungen sind ebenso möglich: Latin, Oriental, Reggae, Jazz oder Soul + Funk -eine Spezialität des Gärtners ist loungen auf höchstem Niveau |
||